Folkeboote … Mädelscrew

Die seit 2014 verwirklichte Idee von Elly, mal ganz unter Frauen zu segeln, fand wieder bei so mancher Dame Anklang – für mich ein absolutes Novum, nur unter Frauen zu sein – zugegebenermaßen ;-)).

Als völlig ambitionierte Seglerin ohne jeglichen Segelschein überraschte und freute es mich zugleich, als mich Yvonne beim „Dolce Vita“ ansprach, ob ich nicht Lust dazu hätte, über ein Wochenende mit auf einem reinen Mädels-Segel-Trip mit auf ihrem Boot zu segeln. Vier Folkeboote, acht Mädels – und mal ganz unter ausschließlich Mädels. Yvonne – als Obfrau der Folkebooteflotte Bodensee organisierte dies. Stück für Stück näherte ich mich meiner Zusage an.
Gemeinsam stimmten wir uns alle per Email ab, wann und wohin es gehen sollte – und natürlich auch über die leibliche Verpflegung on und off Bord.

Freitag der 13.September 2019 fuhr ich um den See, um mittags bei Yvonne in Arbon zu sein. Wir beluden die „Catherine“. Der Wind – bereits in Arbon – ließ auf sich warten; so motorten wir gen Güttingen in den romantischen Hafen ein, wo sogleich Segler zu Hilfe eilten, als sie uns zwei Frauen ‚alleine‘ an Bord sahen. Während wir in Richtung Güttingen motorten, hielten wir über uns per Whatsapp über unsere Positionen auf dem Laufenden. So konnten wir erahnen, welcher Mast in der Ferne zu uns gehören könnte. In Güttingen hielten wir nach möglichst aneinander liegenden Liegeplätzen Ausschau, was uns nur begrenzt gelang. Da unsere Mägen mittlerweile ausreichend Hunger verspürten, gingen wir von Bord und in das nächst gelegene Lokal – direkt am See, wo wir dann vor Einbruch der Dunkelheit Elly und Antje auf der „Stjerne“ in die Hafeneinfahrt einlaufen sahen. Sie kamen von Kressbronn über den See.
Gemeinsam beschlossen wir dann die Bordromantik auf der „Stjerne“ bei nettem Austausch und traumhaft schönem Mondschein mit Vino und Grissini.
In der Dunkelheit, jedoch bei herrlichem Vollmond, bog das dritte Folkeboot „Ursa Minor“ mit Barbara (einhand!) von Wallhausen kommend, nach 21 Uhr ums Eck und kuschelte sich daneben.
Barbara war ihre 18-jährige Tochter Ella abhanden gekommen, die eine Party dann doch vorzog und am kommenden Vormittag dazu stieß. So waren wir fast komplett.

Nach gemütlichem Frühstück an Bord und Abwasch hangelten wir uns aus dem Hafen von Güttingen. Da der Wind sehr sanft, bzw. eigentlich nicht wirklich da war, drohten wir, eine Badepause einzulegen… und prompt kam der Wind!
Gleiches galt, mit dem Motor zu drohen…. Und Wind kam und wir konnten segeln! Dank Genua war es trotz oft gefühltem Nullwind doch möglich, voran zu kommen…
Die Badepause mitten auf dem See zwischen Güttingen und Friedrichshafen war ziemlich erfrischend, tat aber gut. Gegen frühen Abend trudelten wir alle im Yachthafen Friedrichshafen ein – auch der „kleine Blaupfeil“ mit Isolde und Sabine traf ein, sodass wir nun komplett waren. Nachdem wir uns erfrischten, suchten wir ein Restaurant auf, um gemeinsam zu dinieren. Spürbar war doch schon bald nach Eintreffen der Dunkelheit, dass es nicht mehr Sommer ist… *seufz*..

Am Sonntagmorgen ließ die liebe Sonne bis gegen Mittag auf sich warten. Endlich schaffte sie es durch den Nebel und begleitete uns durch den Tag, bis wir alle wieder in unsere Heimathäfen einliefen. Uns bescherte eine leichte Brise eine besonders schöne Rückfahrt mit der Genua vom Deutschen Ufer nach Arbon ans Schweizer Ufer.

Johanna Findeisen, SUI 44 Catherine

-> Bilder dazu gibt es in der Galerie.

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