Saisonbeginn Eichhornregatta
Beste Stimmung bei der Eichhornregatta trotz Flaute
Seit 1 1/2 Jahren sind wir nun stolze Besitzer des Folkeboots Molly (F GER
678) und haben uns ohne größere Erfahrung, dafür mit viel Begeisterung für die
42. Eichhornregatta in Konstanz-Staad am 9.-10. Mai 2026 angemeldet.
Steuermann Jens wird tatkräftig von Ehefrau Elke und Tochter Annika
unterstützt. Das Boot ist frisch überholt und startklar, die Crew jedoch noch
ohne Plan.
Zum Glück lädt die Flotte Bodensee am Freitagabend alle Regatta-Teilnehmer zu
einem Regelkunde-Seminar, gehalten von Jürgen Graf, ein. Auch wenn der
Vortrag das eine oder andere Fragezeichen beseitigt hat, hat er uns zugleich die
Komplexität des Regattasegelns verdeutlicht. Da gibt es noch einiges zu lernen.
Das größte Aha-Erlebnis haben wir, als erklärt wird, dass „Lee“ beim
Vorwindkurs durch die Lage des Großsegels bestimmt wird.
Mit dem Ziel, das erworbene Wissen anzuwenden, treffen wir am nächsten
Morgen hochmotiviert am Hafen in Staad ein. Das Wetter ist herrlich, die
Windprognose zurückhaltend. Die Regattacrew des Segler-Vereins Staad
versorgt uns bestens. Um 10:00 Uhr gibt es Weißwurstfrühstück bei herrlichem
Wetter und – Überraschung: wenig Wind.
So können wir noch einen Kaffee trinken und nette Gespräche führen. Es bleibt
auch Zeit, andere Boote zu bewundern und zu besichtigen. Schließlich wird es
dann doch noch Ernst. Nach den Trias machen sich auch die Drachen und neun
Folkeboote auf den sehr langen Weg zum Startschiff. Die Regattacrew des SVS
macht es spannend, indem unser Ziel, das Startboot, häufig den Ort wechselt.
Aber wir lassen uns nicht aufhalten und haben begeistert Segel getrimmt und
Windfelder gesucht. Kurz nachdem auch wir im Startfeld ankommen, wird die
Flagge „AP“ in Kombination mit 2 „Tuuut“ gehisst. Erika bestätigt unseren
Verdacht, dass heute keine Wettfahrten mehr stattfinden und wir reihen uns in
die lange Reihe der Boote ein, die sich zurückschleppen lassen. Abends werden
wir für diese “Anstrengung” mit einem fantastischen Schweinebraten mit
Spätzle, Salat und leckerer Bratensauce belohnt.Wer dann noch Appetit hat,
kann sich vom üppigen Kuchenbuffet verführen lassen. Es war ein wunderschöner
sonniger Tag und wir hatten viel Spass.
Tag 2: Leider ist auch am Sonntag kein erwähnenswerter Wind in Sicht. Auf
der Terrasse des Clubhauses werden erstmal spannende Gespräche über
Bootstransporte und Strandungen geführt. Gegen Spende können auch Fotos
und Drohnenbilder der Regatta heruntergeladen werden. Dann, um 11:20 Uhr,
kommt Bewegung in die gemütliche Runde: „Folkeboote und Drachen, ihr dürft
jetzt auch gleich raus.“ „Das haben wir schon befürchtet.“
Es geht wieder raus, das Feld ist abgesteckt und die Trias starten. Die Hoffnung,
wenigstens einmal mit unserem Folkeboot über die Startlinie zu fahren, steigt.
Die leichte Brise hat aber keine Lust und noch bevor die Trias nach Umrundung
der Luvtonne wieder die Startlinie erreichen, lernen wir ein weiteres
Abbruchsignal kennen: Flagge „N“ und 3mal tuten. Die Enttäuschung ist groß –
nicht ein einziger Start der Drachen und Folkeboote! Am Bodensee kann das
schon mal passieren.
Nachdem die Regatta endgültig beendet wurde, lassen wir uns noch eine
weitere Stunde durchschaukeln. Diesmal verzichten wir auf das Schleppen und
segeln und paddeln zurück in den Hafen. Zum Abschluß wird im Festzelt allen
Teilnehmern eine liebevoll gepackte Goodie Bag überreicht.
Wir freuen uns über die vielen schönen Momente und die herzliche
Gemeinschaft unter den Segelkameraden. Ein großes Hoch auch auf die
Gastfreundschaft des SVS, der es definitiv versteht, Regatten auszurichten und
zu feiern!
Bis zum nächsten Mal!
Elke Junge und Annika (GER 678)
In der Galerie gibt es weitere Bilder.
